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Eva Berendes ist die Gewinnerin des Bonner Kunstpreises 2021

Aus rund 30 Bewerbungen wurde die aus Bonn stammende und in Berlin lebende Künstlerin Eva Berendes zur Preisträgerin gekürt. Neben ihrem vielfältigen und qualitätsvollen Gesamtwerk überzeugte Berendes die Jury mit ihrer Projektskizze zu Passagen, das die Entwicklung einer neuen Skulpturengruppe vorsieht, die sich mit Fragen von Illusion und Alltag, Malerei und Körperbezug beschäftigt. Die durch das Reisestipendium ermöglichte Recherche wird sie zu den frühen Bauten des katalanischen Architekten Ricardo Bofill in und um Barcelona führen. Die daraus entstehenden Arbeiten werden 2023 im Rahmen einer Ausstellung im Kunstmuseum Bonn präsentiert. Begleitend dazu wird ein Ausstellungskatalog erscheinen.

Aus der Begründung der Jury
„Malerei im erweiterten Sinne und das Verhältnis von Körpern zu abstrakten Formen stehen im Zentrum des künstlerischen Schaffens von Eva Berendes. Ihre präzisen Beobachtungen von architektonischen Räumen sowie ihre Fähigkeit, die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Strukturen mit künstlerischen Mitteln zu befragen, zeichnen sie besonders aus und haben die Jury dazu bewogen, sie als Preisträgerin auszuwählen. Ihre geplante Auseinandersetzung mit den architektonischen Durchgängen Ricardo Bofills überzeugten als kluges und gut durchdachtes Projekt, das schon jetzt einen spannenden Dialog mit dem Bonner Museumsbau von Axel Schultes erwarten lässt.“

Eva Berendes, geboren 1974 in Bonn, studierte an der Akademie der Bildenden Künste München, der Hochschule der Künste Berlin und am Chelsea College of Art and Design (DAAD Stipendium). Seither folgten zahlreiche internationale Gruppen- und Soloausstellungen, u.a. Hara Museum, Tokio (JP); CRG Gallery, New York City (USA); Daimler Art Collection, Berlin (D); Witte de With, Rotterdam (NL), Casado Santapau, Madrid (ES) und Jacky Strenz Galerie, Frankfurt/Main (D). Berendes erhielt darüber hinaus Stipendien und Preise der Stiftung Kunstfonds, der Pollock-Krasner Foundation und der Konrad Adenauer Stiftung.

Über den Preis
Der im Jahr 1985 begründete Bonner Kunstpreis für die Künstler:innen aus der Region wird im Rhythmus von zwei Jahren vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Seit seiner Neukonzipierung im Jahr 2009 ist der Bonner Kunstpreis zudem an ein drei- bis sechs monatiges internationales Arbeitsstipendium in einer frei wählbaren europäischen Metropole gekoppelt. Seit 2019 wird dieses Stipendium von Dr. Stephanie und Wolfgang Bohn mit einer Summe von 10.000 Euro unterstützt, mit der die Gewinnerin oder der Gewinner das Auslandsstipendium finanzieren kann. Zusätzlich stiftet das Ehepaar Bohn weitere 5.000 Euro, um einen Ankauf aus der Bonner Kunstpreis-Ausstellung für die Sammlung des Kunstmuseum Bonn zu ermöglichen.

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Abbildung: Eva Berendes, Foto © Oliver Mark

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