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Magdalena Abakanowicz 1930 – 2017

Magdalena Abakanowicz, die wohl bedeutendste Künstlerin Polens, verstarb am 21. April 86-jährig, wie das polnische Kulturministerium bekanntgab. Abakanowicz studierte an der Akademie der bildenden Künste Warschau zunächst klassische Malerei bevor sie sich der Textilkunst zuwandte. Zunächst waren es große gewebte Wandtextilien, mit denen sie erste Erfolge feierte. Den internationalen Durchbruch erlangte sie aber mit ihren Plastiken. Kopflose Körper, die sowohl Museen wie auch den öffentlichen Raum bevölkerten, oft in bedrohlich wirkender Menge und Größe. Es sei die Angst vor dieser anonymen Menschenmenge, die sie ihre Figuren ohne Gesicht und damit ohne Individualität erschaffen lasse, meinte Abakanowicz. Dennoch überließ sie die Interpretation ihrer Figurengruppen gerne den Betrachtern. Es gehe ihr nicht um ein Statement über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, sondern um die Conditio Humana schlechthin, also die Ängste, Enttäuschungen und Sehnsüchte, die Teil der menschlichen Existenz seien, bemerkte sie einmal.

Ihre Werke wurden in mehr als 150 Einzelausstellungen weltweit u.a. in der Tate Modern, dem Metropolitan Museum und dem Museum Reina Sofia gezeigt.

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