Dineo Seshee Bopape gewinnt den Future Generation Art Prize

22.03.17

Der vom Ukrainer Wiktor Pintschuk gestiftete und mit 100.000 USD dotierte Future Generation Art Prize wurde dieses Jahr zum vierten Mal verliehen. Über die 60.000 USD in bar und 40.000 USD für die Finanzierung neuer Produktionen kann sich die 1981 in Südafrika geborene und in Johannesburg lebende Künstlerin Dineo Seshee Bopape freuen.

Statement der Jury zur Wahl der Gewinnerin:
"Bei der öffentlichen Präsentation der Ausstellung überkommt sie plötzlich das Gefühl der aus der Erde hervorschießende Vegetation – ein Zeugnis der außerordentlichen Fertilität der reichen ukrainischen Schwarzerde, die eine wunderbare Plattform für Gestaltung von Landschaften sowie rohe bzw. mit Feuer bearbeitete Stoffe bietet. Dieses weiche schwarze Plateau als Szene für tatbereite Hand, die sich mal in einer gro.zügigen Geste öffnet, mal zu einer Protestfaust zusammengeballt ist - so verwandelt sich Lehm in handgemachte Keramik.
Bei der Bekanntschaft mit dieser "Kunst der Erde" im oberen Geschoss der Galerie entdecken wir Minerale, Kristalle und Asche, die aus der Erde geholt oder den rituellen Formen folgend ausgelegt sind. Wir sehen Hohlräume von Blattgold umrahmt. Jeder Stoff oder Objekt ist ein Bild der Erde und Erdlosigkeit, des Wohlstands und der Verarmung, des Neuen Lebens und der Trauer. Abgebrannte Grasstängel und Kristalle entfalten eine heilende und läuternde Wirkung, und wir lösen uns in der Atmosphäre der Meeresgeräusche auf.
Für Plastik, die von Erfindungsreichtum bei der Formengestaltung und von politischer Symbolik geprägt ist, wird der Future Generation Art Prize 2017 Dineo Seshee Bopape zugesprochen."

Dineo Seshee Bopape wurde übrigens vor wenigen Tagen gemeinsam mit Inci Eviner, Uriel Orlow, und Walid Siti der Preis der Sharjah Biennale verliehen.

Den Sonderpreis der Jury erhält Phoebe Boswell. Die 1982 in Kenia geborene Künstlerin lebt und arbeitet heute in London.
"Im Rahmen dieser Ausstellung entdecken wir einen Korridor aus virtuosen Zeichnungen, die das Leben widerspiegeln, Frauenfiguren im epischen Maßstab dargestellt. Das sind entblößte heldenhafte Gestalten mit viel Aussagekraft, sie werden durch Präsenz des Zuschauers aktiviert - wir werden eingeladen, unsere eigene Gedanken und Behauptungen zu kommunizieren. Zur Würdigung der besonders gefühlsbetonten Installation Mutumia, die mit Anwendung des Effekts der vollen Präsenz gestaltet ist, wird der Sonderpreis Phoebe Boswell zuerkannt.", so das Statement der Jury zur Wahl Boswells.

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