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Art Cologne verschoben, Frieze New York zieht um

Jetzt hat es die Art Cologne doch erwischt. Die neuen Maßnahmen der deutschen Bundesregierung gegen die Covid-19 Pandemie treffen die Kölner Kunstmessen hart. Denn die von April auf Mitte November verschobene Ausgabe kann nicht stattfinden. Ursprünglich sollten 151 Galerien auf der Art Cologne und 65 Kunsthändler auf der Cologne Fine Art vom 18. bis 22. November unter strengen Hygiene-Auflagen ausstellen. Der Plan ist jetzt hinfällig geworden. Messen sind untersagt. Aber auch zukünftig soll die wichtigste Kunstmesse Deutschlands zusammen mit ihrer kleinen Kunsthandels- und Design-Schwester stattfinden, allerdings auf dem alten Termin im April, nächstes Jahr vom 14. bis 18. Zuletzt war ein dauerhafter Verbleib auf dem Herbsttermin geplant. Für die jetzt abgesagte Ausgabe der Art Cologne planen die Kölner einen erweiterten Online-Auftritt. Ungewöhnlich: Die mit öffentlichen Mitteln geförderte Plattform mit dem Arbeitstitel „Sigmar“ soll später auch anderen deutschen Kunstmessen zur Verfügung stehen. Rund alle drei Monate soll auf diese Weise eine virtuelle Verkaufsschau stattfinden, bei der Aussteller in den drei Sparten Klassische Moderne, Modern Contemporary und Zeitgenossen jeweils ein Kunstwerk anbieten können. Damit reihen sich die Kölner ein in den Reigen anderer Messen und Auktionshäuser, deren Geschäftsmodelle online sich immer mehr ähneln.

Derweil holt die Frieze hat für ihre schwächelnde New Yorker Ausgabe zum Befreiungsschlag aus: Das ungeliebte Zelt auf dem noch ungeliebteren Randalls Island ist Geschichte. Die nächste Ausgabe Anfang Mai 2021 wird radikal um mehr als die Hälfte auf 60 Galerien zusammengestrichen. Austragungsort ist The Shed, das architektonisch auffällige private Kulturzentrum in Hudson Yards nördlich von Chelsea.

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