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Förderpreis des Landes Salzburg und des Salzburger Kunstvereins an Marlies Pöschl

Die 1982 in Salzburg geborene Künstlerin und Filmemacherin Marlies Pöschl erhielt am Freitag den 13. Dezember den mit 3.000 Euro dotierten Förderpreis des Landes Salzburg und des Salzburger Kunstvereins. Die Jury - bestehend aus Philippe Batka (Kurator der Jahresausstellung „Petition“ und verantwortlich für die Sammlungen der Vienna Insurance Group), Ulrike Lienbacher (Künstlerin, Professorin für Bildhauerei am Mozarteum Salzburg) und Jürgen Tabor (Kurator Sammlung Generali Foundation, MdM Salzburg) - wählte Pöschl aus insgesamt 61 Bewerber*innen.

Jurystatement

Die Entscheidung für den Förderpreis des Landes Salzburg und des Salzburger Kunstvereins fiel einstimmig auf die Künstlerin Marlies Pöschl.

Marlies Pöschl (*1982 in Salzburg) ist Künstlerin und Filmemacherin. Sie lebt in Wien und arbeitet zwischen Wien, Paris und Teheran. Ausgehend von kollaborativen Projekten und verschiedenen Formen des Austauschs schafft Pöschl multiperspektivische Filme, Performances und Installationen.

Was sind die Schnittstellen sozialer Interaktion in einer Zeit immersiver Digitalwelten und künstlicher Intelligenz? Wie artikuliert sich künstlerisches Denken vor dem Hintergrund postfaktischer Medien- und Bildwelten? Marlies Pöschl, die ihr filmisches Schaffen als soziale Praxis begreift, findet eine hybride Sprache zwischen Dokumentation, Image- und Experimentalfilm, um zeitaktuelle Fragen zu verhandeln. Beispielsweise widmet sie sich in ihrem Film Aurore der Zukunft der Pflege. Die filmische Form ist dabei ein nachgereihtes Produkt, dem ein intensives kollaboratives Projekt unter Teilnahme von Kindern und Jugendlichen vorangeht. So wie sich der Film um die Schnittstelle soziale Interaktion – zwischen Jung und Alt, aber auch zwischen Mensch und Maschine – dreht, schafft auch Pöschl fortwährend neue Schnittstellen zu ihrem Publikum. Indem sie unterschiedlichste filmische Realitäten – und Fiktionen – in ihre Erzählungen einschleust, werden die Rezeptoren der Betrachtenden neu gekoppelt.

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Abbildung © Marlies Pöschl

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