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Kunstmesse Art Stage Singapore kurzfristig abgesagt

Nach den Galerien geraten jetzt auch (vor allem kleinere) Kunstmessen zunehmend unter Konkurrenzdruck. Aktuellstes Opfer ist die Art Stage Singapore, die nur eine Woche vor der Eröffnung in einem E-Mail an die teilnehmenden Galerien abgesagt wurde.

Die Art Stage Singapore hatte unter ihrem Gründer und Direktor, dem Ex-Art Basel-Chef Lorenzo Rudolf, in den vergangenen Jahren schon unter fallenden Teilnehmerzahlen zu leiden. Die 2011 gegründete Kunstmesse wollte den asiatischen Kunstmarkt für westliche Galerien erschließen und zugleich die lokale Kunstszene stärken. Die zunehmende Konkurrenz in der Region durch Messen wie die Art Basel Hong Kong und zuletzt die neu gegründete Taipei Dangdai von Markus Renfrew, die ab heute geöffnet hat, machten es Rudolf offenbar immer schwerer, die nötige Anzahl an Galerien zur Teilnahme an der Art Stage Singapore zu bewegen. Gerade einmal 43 Galerien listet die Website der Messe aktuell als Teilnehmer. Mit dieser Zahl lässt sich eine Messe kaum gewinnbringend betreiben, was wohl zur überraschenden Absage geführt haben könnte.
Für die angemeldeten Galerien bringt die Absage ebenfalls einige Probleme mit sich. Die Transporte der internationalen Galerien sind längst in Singapur angekommen bzw. unterwegs, manche Galerien haben auch eigens Kunstwerke von ihren KünstlerInnen produzieren lassen. Einige lokale Galerien haben nun schon ihre Räume angeboten, um den angereisten internationalen Galerien wenigstens einzelne Pop-Up Shows zu ermöglichen.
Unter dem Motto „I am Art“ wollte die Art Stage Singapore die Dynamik der lokalen Kunstszene präsentieren. Dynamisch ist die Stadt allemal - im November 2019 will die Muttergesellschaft der Art Basel, die MCH Group just im selben Gebäude wie die Art Stage mit einer eigenen Messeproduktion antreten.

www.artstage.com

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Abbildung: ©Art Stage

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