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Rudolf Kalvach - Genie & Wahnsinn: Kunst-Stück: Rudolf Kalvach - Orientalisches Märchen II

Seine Postkarten für die Wiener Werkstätte zählen heute noch zu den gefragtesten, seine Holzschnitte, die das “Triester Hafenleben“ zum Thema haben und von Hand koloriert wurden, suchen zu dieser Zeit ihresgleichen, den Umgang mit Emaille beherrschte er wie kein anderer. Alfred Roller, sein erster Lehrer an der Kunstgewerbeschule war von seiner Genialität überzeugt, Carl Otto Czeschka musste den jungen Oscar Kokoschka mit sanftem Druck davon abbringen, sich stilistisch allzu offensichtlich an den Studienkollegen von nebenan zu orientieren. Was wäre wohl aus Rudolf Kalvach (1883-1932) geworden, wäre er nicht bereits in jungen Jahren an einer katatonen Schizophrenie, damals schlicht „Wahnsinn“ bezeichnet, erkrankt?


Auch einige wenige Gemälde auf Leinwand und Holz sind von dem Künstler bekannt, insgesamt sicher nicht mehr als ein Dutzend. Umso schöner, dass einige von ihnen zur Zeit in einer feinen, breitgefächerten Kalvach-Ausstellung in der Galerie bei der Albertina zu sehen sind. „Orientalisches Märchen II“, um 1908/10 entstanden gehört zu einer Reihe von auf Holz gemalten Bildern mit märchenhaften Inhalten. Sind Kalvachs Postkarten oftmals von einem nachgerade beißenden Zynismus, so scheinen die Figuren hier in rauschhaften Phantasmen zu schweben.

Rudolf Kalvach - Genie & Wahnsinn
11.10 - 24.11.2018

Galerie bei der Albertina
1010 Wien, Lobkowitzplatz 1
Tel: +43 1 513 14 16, Fax: 01/513 76 74
Email: zetter@galerie-albertina.at
http://www.galerie-albertina.at
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18, Sa 10-13


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