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Lingener Kunstpreis geht an Georgia Gardner Gray

Insgesamt zwölf Direktorinnen und Direktoren sowie Kuratorinnen und Kuratoren von Museen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Belgien konnten jeweils zwei Vorschläge für dne diesjährigen Lingner Kunstpreis abgeben. Die Jury – bestehend aus den Mitgliedern des Freundeskreises des Lingener Kunstpreises Sigrid Hohoff, Marita Kamp und Richard Lange, sowie Eva Birkenstock (Direktorin, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf), Kristina Szepanski (Direktorin, Kunstverein Münster) und Meike Behm (Direktorin, Kunsthalle Lingen) und als Gast Monika Schwegmann, Stadtkämmerin Lingen – ist zu dem Ergebnis gekommen, den Preis in diesem Jahr an die amerikanische Künstlerin Georgia Gardner Gray zu verleihen.


Georgia Gardner Gray wurde 1988 in New York geboren und lebt heute in Berlin, sie schloss ihr Studium der freien Kunst 2011 an der Cooper Union School for the Advancement in Science and Art ab. Ihre Arbeiten wurden aktuell im Rahmen der Statements auf der Art Basel gezeigt, präsentiert von der Wiener Galerie Croy Nielsen und ist aktuell auch an der Ausstellung "All’estero & Dr K. Takes the Waters at Riva: Version B - curated by_ Saim Demircan" in Wien beteiligt. Unter anderem nahm Georgia Gardner Gray an Gruppenausstellungen wie Monday is a Day between Sunday and Tuesday, Tanya Leighton Galerie, Berlin (2017) und New Theater: Selected Plays, Whitney Museum of American Art, New York (2015) teil.


Georgia Gardner Gray arbeitet hauptsächlich im Medium Malerei, präsentiert ihre Bilder aber immer auch in Korrespondenz mit Objekten. In ihren farbenreichen Werken reflektiert Georgia Gardner Gray Codes des Benehmens anhand der Charaktere auf der Leinwand und hinterfragt hierüber gesellschaftliche Konventionen. Hierüber stehen ihre Arbeiten in der Tradition des klassischen Genrebildes, denn sie malt alltägliche Szenen und konfrontiert mit gegenwärtigen Lebensstilen unterschiedlicher Charaktere wie Punks, Groupies oder Straßenmusiker. Weiterhin verhandelt Georgia Gardner Gray in ihren Werken Hierarchien zwischen den Geschlechtern, männliche und weibliche Laster und eigentlich feste Rollenzuweisungen. Die Künstlerin vermittelt die unkonventionelle Haltung der Bohème als beispielhaft für die aktuelle Entwicklung einer Gesellschaft, die experimentelle Lebensformen bevorzugt und mit der Ambivalenz zwischen Selbstbestimmung, Haltung und Freiheit operiert.


Der mit 7500 € dotierte Lingener Kunstpreis wurde in diesem Jahr zum 23. Mal vergeben. Die mit dem Kunstpreis verbundene Ausstellung ist vom 15. September bis zum 11. November in der Kunsthalle Lingen zu sehen.


--> www.kunsthallelingen.de


--> croynielsen.com


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Abbildung: Georgia Gardner Gray, Foto: Jan Kühr

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