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GLOBART Talk: Flucht ins All

Können und sollen wir in den Weiten des Weltraums eine neue Erde finden? Zu diesem Thema lädt GLOBART am 22. August 2018 um 18:30 Uhr im Rahmen der aktuellen Ausstellung im Naturhistorischen Museum Our Place in Space zum Gespräch ein.


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Das Ende der Welt gilt bereits als wissenschaftliche Tatsache. Schenkt man den Worten des Star-Wissenschaftlers Stephen Hawking Glauben, so verbleiben der Menschheit noch 100 Jahre auf der Erde, bevor diese von Klimawandel, Umweltkatastrophen und Überbevölkerung derart heruntergewirtschaftet ist, dass sie uns nicht länger beheimaten kann. Danach führt unser Weg, da war sich Hawking sicher, an keinen anderen Ort als in den Weltraum. Dabei hatte er sogar Lichtjahre entfernte Sternsysteme außerhalb unseres Sonnensystems im Sinn. Es gilt, auf fremden Himmelskörpern ähnliche Lebensbedingungen zu schaffen, wie jene, die auf der Erde herrschen. Der Forschungsdrang des Menschen hat dies bereits von dem Dasein als Ding der Unmöglichkeit befreit. Wöchentlich werden weitere Planeten entdeckt und man brennt darauf, neue Lebenswege zu ergründen.


Mit zunehmender technologischer Entwicklung verschiebt sich die Fragestellung der Realisierbarkeit einer neuen Erde von wie zu ob. Ethische Komponenten kommen ins Spiel: Sollte der Menschheit die Chance gegeben werden, mit dem Ableben der Erde auf einen anderen Himmelskörper zu expandieren? Sollten technologische und wissenschaftliche Erkenntnisse nicht besser dazu aufgewendet werden, die Erde zu retten? Oder geben die Menschen bereits mit der Aussicht auf einen neuen Planeten alle Verantwortung der Erde gegenüber ab und ziehen unachtsam hinaus, um eine weitere Lebenswelt aufzubauen und letztlich wieder zu zerstören?


Am 22. August lädt GLOBART ExpertInnen in die Räumlichkeiten des Naturhistorischen Museums ein, sich über das Für und Wieder einer Flucht in den Weltraum auszutauschen. Mit der aktuellen Ausstellung Our Place in Space hat die an Zukunftsthemen interessierte Denkwerkstatt bereits den poetischen Austausch zwischen Kunst und Kosmos eröffnet.


In eben diesem Fokus steht das Werk des deutschen Künstlers Björn Dahlem. Der derzeitige Professor für Freie Kunst an der Bauhaus Universität Weimar holt mit seinen Installationen ein Stück Weltraum auf die Erde. Er fertigt Galaxien, Supercluster und Schwarze Löcher aus uns umgebenden Materialien wie Holz oder Neonröhren. Seine Arbeiten sind ein stetiges Hinterfragen und Ausloten der Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft, Philosophie sowie Theologie.


Technischen Input bringt die belgische Astrophysikerin Dr.in Katrien Kolenberg. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Feld der stellaren Seismologie, mittels derer die innere Physik von Sternen untersucht werden kann. In ihrer Forschung bringt Kolenberg Kunst, Astronomie und Entwicklung miteinander in Einklang.


Auch Weltraumarchitektin und Designforscherin Dr.in Barbara Imhof bewegt sich in einem interdisziplinären Forschungsfeld zwischen Kunst und Wissenschaft sowie zwischen zwei unterschiedlichen Lebenswelten. Mit dem Weltraum-Habitat S.H.E.E. der LIQUIFER Systems Group, das vom 20.-23. Juni auf dem Maria-Theresien-Platz vor dem NHM Wien ausgestellt war, hat Imhof bereits eine mögliche wohnliche Zukunft entworfen.


Moderiert wird die Gesprächsrunde von Architekt und Designtheoretiker Dr. Friedrich von Borries, dem Leiter des Projektbüros Friedrich von Borries in Berlin und Professor für Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.


Am Puls der Zeit zu sein, Zukunftsthemen mit WissenschafterInnen und KünstlerInnen zu diskutieren, zählt zu den Kernaufgaben von GLOBART. Die GLOBART Talks bilden eine Gesprächsserie mit interdisziplinärem Anspruch, in der Ideen für ein gelingendes Leben vorgestellt und diskutiert werden. Weltweit stellen sich KünstlerInnen, PhilosophInnen, DesignerInnen und ÖkologInnen die Frage, wie die Zukunft aussehen wird und was die bestmögliche Art ist, sie aktiv und nachhaltig mitzugestalten. Diesen innovativen Ideen eine Plattform zu geben, ist das Ziel der GLOBART Talks. Die exklusive und hochkarätige Veranstaltung ist ein jährlicher Treffpunkt für EntscheidungsträgerInnen, ein Ort der Begegnung und der Inspiration.


Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem Naturhistorischen Museum Wien statt.


Gültige Eintrittskarte erforderlich.
Der Besuch des Vortrags ist frei.
Keine Anmeldung erforderlich


Im Rahmen der Ausstellung -->Our Place in Space. Astronomie und Kunst im Dialog
20. Juni 2018 - 04. November 2018

GLOBART Talk


Naturhistorisches Museum
1010 Wien, Burgring 7 (Besuchereingang: Maria-Theresien-Platz)
Tel: + 43 1 52177 - 0*, Fax: + 43 1 523 52 54
Email: info@nhm-wien.ac.at
http://www.nhm-wien.ac.at/
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Montag 9:00 - 18:30 Uhr, Mittwoch 9:00 - 21:00 Uhr


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