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Kunstgespräch: Von der Performance zur Installation

Yorgos Sapountzis wird in seinem Kunstgespräch seinen künstlerischen Weg beschreiben, insbesondere denjenigen von der Performance zur Installation.

„Das Theater war meine erste große Liebe. Mich fasziniert bis heute das Moment der Aufopferung, das immer mitschwingt, wenn sich jemand vor einem Publikum zur Schau stellt und beginnt, eine andere Person zu spielen. Dieser Moment ist so wichtig, weil wir genau das zu lernen versuchen sollten: Die Fähigkeit, durch und mit anderen zu fühlen. In meiner eigenen Arbeit nenne ich deswegen auch nur solche Arbeiten ,Performances‘, bei denen ich ein Publikum habe. Und weil dieser spezielle Moment des Durch-andere-Fühlens nur mit körperlicher Präsenz eintreten kann, verarbeite ich solche Performances nachträglich fast nie zu Videoarbeiten. In den Performances geht es immer um ein ganz grundsätzliches Motiv: ,Hier bin ich! Ich bin jetzt für euch da!‘ Die Zeit spielt eine Rolle, die Blicke des Publikums und seine Empathie mit mir, dem Performer. Das alles kann man nicht in Video übersetzen. Ich muss jedes Mal aufs Neue meine Ängste davor überwinden, mich vor Leuten zu präsentieren. Ich stehe also da mit meinen Materialien und versuche, mithilfe dieser Materialien eine Geschichte oder eine Erfahrung zu bauen. Alles, was ich als Künstler mache, wird im Grunde aus diesem Moment der Performance geboren. Die Erfahrungen während der Performances sind so stark, dass sie in meiner Erinnerung oft alle anderen Erlebnisse überlagern.“
Aus: http://www.barbaragross.de/WebArtistsTextPos/42-PDFText.pdf


Yorgos Sapountzis, geboren 1976 in Athen, lebt und arbeitet in Berlin. Sapountzis’ Multimedia-Arbeiten setzen sich mit öffentlichen und privaten Räumen auseinander, wobei sie häufig von öffentlichen Denkmälern und Bildern aus dem Alltag ausgehen, Objekten, die irgendeinen Aspekt des kollektiven und persönlichen Gedächtnisses verkörpern. Kern der meisten Arbeiten bilden skulpturale Installationen, die mit Materialien wie Aluminiumblechen und -rohren, Stoffen in kräftigen Farben, Stecknadeln, Stoff- und Klebebändern arbeiten. Aus der täglichen Begegnung mit den Materialien und Objekten, die ihm auf seinen Wegen unterkommen, entsteht in seinen Werken die Szenografie einer Stadt. Gebäude, Maschinen, Körper – sie alle erzeugen Energie, Wärme.


Begin: 19:00 Uhr


Im Rahmen der --> Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg

Kunstgespräch


Galerie 5020
5020 Salzburg, Residenzplatz 10
Tel: + 43 662 848817
Email: office@galerie5020.at
http://www.galerie5020.at
Öffnungszeiten: Di - Fr 15-19, Sa 11-14 h


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