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Sonja Gangl erhält den Würdigungspreis für bildende Kunst des Landes Steiermark 2018

Die in Graz geborene Künstlerin Sonja Gangl erhält den mit 10.000 Euro dotierten Würdigungspreis für bildende Kunst des Landes Steiermark 2018
Die Jury hat nach eingehender Beratung ihre Entscheidung wie folgt begründet:
„den kriterien des würdigungspreises des landes steiermark entsprechend zeichnet sich das gesamtwerk der künstlerin sonja gangl durch kompromisslogkeit, klare strukurierung ihrer arbeiten, die konsistente verfolgung ihrer künstlerischen ziele und ein höchstmaß an inhaltlicher flexibilität in der themensetzung und streng formale formensprache aus.
klassisch ausgedrückt ist sonja gangl eine brilliante zeichnerin, die sich den luxus leistet, dort zu zeichnen, wo anderen das fotografische abbild genügt. mehr noch: sonja gangl unterläuft damit unsere wahrnehmung, verrätselt das von uns für wirklich gehaltene, verunsichert uns im sehen selbst, wenn sie z.b. in der präzision des zeichnens weltberühmter „filmend stills“, zeichnerisch zu optimieren versucht, sozusagen das bessere foto kreiert, führt sie uns die mediale verunsicherung unserer wirklichkeit vor, lässt uns an ihr teilhaben und sie letztlich begreifen.
sonja gangl läßt sich aber nicht auf eine brilliante zeichnerin reduzieren, zeichnen ist bei ihr nicht selbstzweck, zeichnen ist nichts ephemäres, sondern ein medium zur interaktion mit unserer hochaktuellen, mediatisierten, politisierten lebenswirklicheit. sonja gangl ist eine künstlerin unserer gegenwärtigkeit. ihre arbeiten sind extrem präzise durchdekliniert, wie sich dies auch in ihren eigenpublikationen und insbesondere in den publikationen für die albertina wien und das museum moderner kunst klagenfurt exemplarisch nachvollziehen lässt.“ (richard kriesche)


Frühere Preisträger waren Hartmut Skerbisch (2009), Peter Gerwin Hoffmann (2012) und Erwin Wurm (2015).


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Abbildung: Sonja Gangl, Untitled # 49, 2016. Bleistift auf Waterford Papier, 84 x 131 cm, Unikat. Courtesy: Sonja Gangl und Krobath Wien. Foto: Thomas Gorisek.

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