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MUSA-Preis für junge Kunst, Medienkunst-Preis der Stadt Wien, Karl-Anton-Wolf-Preis

Zum vierten Mal werden heuer der MUSA-Preis für junge Kunst und der Medienkunst-Preis der Stadt Wien sowie zum ersten Mal der Karl-Anton-Wolf-Preis im Rahmen einer Feier im MUSA Museum Startgalerie Artothek an die PreisträgerInnen vergeben.

 Die Preise sind mit je 5.000 EUR dotiert und werden durch einen unabhängigen Fachbeirat ermittelt. 


MUSA-Preis für junge Kunst 2017 | PATRICK ROMAN SCHERER


Seit 2014 wird jährlich der MUSA-Preis für junge Kunst verliehen. Von der Kulturabteilung der Stadt Wien (Referat Bildende Kunst) gestiftet, durch einen unabhängigen Fachbeirat ermittelt und mit 5.000 EUR dotiert, wird er an junge bildende KünstlerInnen vergeben, die im Vorjahr eine besonders gelungene Ausstellung in der Startgalerie des MUSA präsentiert haben. Diese Auszeichnung wird heuer dem Künstler Patrick Roman Scherer verliehen. 


Statements des Künstlers:  „Mit Vorliebe arbeite ich mit Bleistift auf Papier. Das Ausklammern von Farbe erlaubt mir eine konzentrierte Auseinandersetzung mit der Linie und toleriert impulsives Triften zwischen Bildwelten verschiedenster Ursprünge, ohne dass Farbeffekte die Darstellung übersteigern. Jede Arbeit erzählt eine autonome Geschichte, gespeist aus Beobachtungen, Erfahrungen und Empfindungen. Unterschiedlichen Sujets und Materialien nähere ich mich zeichnerisch in voneinander abweichenden Ausdrucksformen. Das Wechselspiel zwischen Intensität und Andeutung bringt Bewegung in die Serien von Bild- und Symbollandschaften. Meine Vorstellung, die Bildfläche um eine Dimension zu erweitern, ist der Ausgangspunkt meiner Arbeiten mit und auf Objekten, deren Motive mit dem Untergrund verschmelzen sollen oder in Konkurrenz treten dürfen. Eine Gewichtung zugunsten von tradierten Mustern, realistischen Darstellungen oder hingeworfenen Denknotizen kommt mir nicht in den Sinn. Es ergibt sich eine zufällige Ordnung außerhalb des hierarchischen Prinzips." Patrick Roman Scherer


KURZBIOGRAFIE | PATRICK ROMAN SCHERER  



geboren 1988 in Kufstein/T | 2003–2007 Fachschule für angewandte Malerei, HTL für Bau und Kunst, Innsbruck | 2008–2010 Aufbaulehrgang für Kunsthandwerk und Objektdesign, Glasfachschule Kramsach/T | 2010–2011 Studium der Kunstgeschichte, Universität Wien | 2011–2017 Grafik und druckgrafische Techniken bei Gunter Damisch, Akademie der Bildenden Künste Wien 




AUSSTELLUNGEN | AUSWAHL


2016 "Take me to Court", MUSA Museum Startgalerie Artothek (Einzelausstellung) | Parallel Vienna, Galerie 3 / Flux 23 (Einzelausstellung) | „Einhundertvierzehn“, RLB Atelier Lienz (Einzelausstellung) | „Art Austria“, Galerie 3, Leopold Museum Wien | 2015 Galerie am Polylog Wörgl/T (Einzelausstellung) | „Absberggasse Voraus“, Galerie Hilger BROTKunsthalle, Wien | „Art Austria“, Galerie 3, Leopold Museum Wien | „Roter Teppich für junge Kunst“, Künstlerhaus Wien | „Koschatzky Preis Nominiertenausstellung“, MUMOK Hofstallungen, Wien | „Landschaft“, Galerie 3, Klagenfurt | 2014 Flux 23 Wohnzimmer | „Insider & Outsider Art“, Galerie 3, Klagenfurt | „Die Zukunft der Malerei“, Essl Museum, Klosterneuburg/NÖ | „Go Tell It To The Trees“, Barockschlössl, Mistelbach/NÖ | Druckwerkstatt, ZOOM Kindermuseum, Wien | 2013 „14/kunstakt“, fwp Wien 


AUSZEICHNUNGEN | PREISE 



2016 Fügerpreis | 2015 Koschatzky Anerkennungspreis | Ö1 Talentebörse




Karl-Anton-Wolf-Preis 2017 | NICOLE SIX & PAUL PETRITSCH


Die 1987 gegründete Stiftung des bildenden Künstlers Karl Anton Wolf (1908-1989) wurde 2016 durch die Stadt Wien übernommen und wird in seinem Sinne weitergeführt. Mit ihr verbunden ist der Karl-Anton-Wolf-Preis. Er honoriert Kunstschaffende, deren Werk über hohe Innovationskraft sowie Eigenständigkeit verfügt und/oder sich gesellschaftsrelevanten Themen widmet. 2017 wird er dem Künstlerduo Nicole Six & Paul Petritsch verliehen. 




Damit wird eine künstlerische Position gewürdigt, deren Werk sich durch Kompromisslosigkeit sowie die Fähigkeit auszeichnet, sich selbst und in weiterer Folge auch den/die BetrachterIn aus der unbewussten Selbstverständlichkeit heraustreten zu lassen. Die existentielle Bedeutung von Raum und Zeit und deren Wirksamkeit für den Menschen, zieht sich dabei wie ein roter Faden durch ihre Installationen, performativen Arbeiten und Videos. Mittels konkreter Experimente erforschen und durchmessen Six und Petritsch ihre Umwelt, wobei unterschiedliche Aspekte wie etwa die Angst vor dem Fall, die Schwerkraft als Naturgegebenheit oder die Ausgesetztheit des Menschen im Raum hinterfragt werden. Ihre zum Teil ins Absurde kippenden Versuchsanordnungen zielen darauf ab, menschliches Handeln und Wahrnehmen – kurz: die uns vertraute Sicherheit – in provozierten Extremlagen auf die Probe zu stellen.


KURZBIOGRAFIEN 



NICOLE SIX | geboren 1971 in Vöcklabruck, OÖ | Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste | seit 2011 Jurymitglied von BIG Art – Kunst und Bau der Bundesimmobiliengesellschaft | PAUL PETRITSCH | geboren 1968 in Friesach, K | Studium der Architektur an der Universität für Angewandte Kunst | seit 2014 Leitung der Abteilung für ortsbezogene Kunst der Universität für Angewandte Kunst Wien | 2015 Künstlerischer Beirat der Kunsthalle Exnergasse




Zusammenarbeit seit 1997 in Wien – Performances, Filme, Fotografien, Skulpturen, Displays und Projekte im öffentlichen Raum





AUSSTELLUNGEN | PROJEKTE IM ÖFFENTLICHEN RAUM | AUSWAHL 



2018 „The World to Come", Harn Museum of Art, Florida | 2017 „Un-Curating the Archive“, Camera Austria, Graz | 2015 „Das Denkmal“, Kunstraum Lakeside, Klagenfurt | „Mehr als Zero – Hans Bischoffshausen“, Belvedere Wien | 2014 „Das Meer der Stille“, Landesgalerie Linz | „Places of Transition“, Freiraum MuseumsQuartier Wien | 2013 „Das Bauhaus in Kalkutta", Bauhaus Dessau | 2012 „Aussicht kann durch Ladung verstellt sein”, Kunstverein Medienturm, Graz | 2011 Raum für 17 Minuten 6’23’’, Galerie im Taxispalais, Innsbruck | 2010 „Atlas”, Secession, Wien | 2008 „Peter Zumthor, Bauten und Projekte mit einer Filminstallation von Nicole Six & Paul Petritsch", Experimentadesign Lissabon | 2007 „Kontakt Belgrad....aus der Sammlung der Erste Bank-Group", Museum moderner Kunst Belgrad | 2006 „Nicole Six / Paul Petritsch”, Gesellschaft für aktuelle Kunst, Bremen 


AUSZEICHNUNGEN | PREISE 



2009 Österreichischer Grafikwettbewerb | 2008 T-mobile Art Award | Lehrauftrag Modul Kunsttransfer am Institut für Kunst und Gestaltung, Wien | 2007 Kardinal König Kunstpreis | 2006 Staatsstipendium für bildende Kunst | 2005 Gastprofessur am Institut für Experimentelle Gestaltung, Kunstuni Linz | 2004 ISCP, New York | 1997 Schindlerstipendium 




Medienkunst-Preis der Stadt Wien 2017 | VOLKMAR KLIEN


Die Jury des Medienkunst-Preis der Stadt Wien würdigt 2017 Volkmar Klien für seine kontinuierliche und konsequente künstlerische sowie theoretische Auseinandersetzung mit Formen zeitgenössischer Komposition, elektroakustischer Musik und Sound Art.
 



Seine spielerische Verortung des Klanges in räumlichen und zeitlichen Gefügen findet sich vor allem in seinen installativen Arbeiten wieder und begründet eine sich stark auf internationale Klangkunst beziehende Praxis. Zugleich ist die individuelle Handschrift eines sich auf Abstraktionen des Klanges konzentrierten Künstlers permanent präsent. Sein Brückenschlag zwischen künstlerisch forschenden und zeitweise kuratorischen  Herangehensweisen und gleichzeitiger Präsenz im internationalen Galeriekontext sowie im Feld der modernen Musik ist immer gezeichnet von einem ironisch ästhetischen, akustischen Blick. Eingebettet in die Wiener Tradition der modernen Musik hat Volkmar Klien eine höchst eigenständige skulpturale Formensprache entwickelt, die von der Jury mit der Verleihung des Wiener Medienkunstpreises 2017 honoriert werden soll.

 (Statement der Jury)


KURZBIOGRAFIE | VOLKMAR KLIEN 



geboren 1971 in Hollabrunn, NÖ; Kindheit und Jugend in Wien | Studium der Komposition, experimentellen Medien und Philosophie | 1997–2002 Wohnsitz in London; dort neben freier künstlerischer Arbeit Dissertation in elektroakustischer Komposition (City University), Lehr- (London University of the Arts) und Forschungstätigkeit (Royal College of Arts) | seit 2002 Unterrichtstätigkeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien im Bereich elektronischer Musik und Medien



PRÄSENTATIONEN | INSTALLATIONEN | AUSWAHL 



Zahlreiche Präsentationen von Kompositionen und Installationen bei internationalen Festivals und Institutionen. Auftragsarbeiten unter anderem für die Volksoper Wien, das Ballett Frankfurt, das ZKM Karlsruhe, The Lowry. Salford, und das EMPAC, Troy


AUSZEICHNUNGEN | PREISE 



Österreichisches Staatsstipendium für Komposition | Ars Electronica – Ehrenpreis | Medienkunst-Preis des Landes Niederösterreich | Theodor-Körner-Preis für Relative Realities | Max-Brand-Preis für Aural Codes | Stipendium der Alban Berg Stiftung | Kompositionspreis der Stadt Wien, der Stadt Klagenfurt (Gustav-Mahler-Preis) und des Land Niederösterreichs 

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